Phase 2 der Machbarkeitsstudie beginnt

Phase 2 der Machbarkeitsstudie zur Stützung des Wasserdargebotes des Straussees hat begonnen.

Nach dem Abschluss der Phase 1 im Herbst des vergangenen Jahres sollte die Phase 2 bereits zum Jahresbeginn 2024 starten. Allerdings verzögerte sich die Suche nach einem passenden Ingenieurbüro bis Ende Februar 2024.

Das Sümpfungswasser aus dem Tagebaugebiet in Rüdersdorf bei Berlin wird derzeit in den Kriensee unweit vom Tagebau eingeleitet und fließt in die Woltersdorfer Schleuse und somit letztlich in die Spree. In der Phase 1 zur Machbarkeitsstudie war daher die Überprüfung von potenziell schwerwiegenden Problemen in Verbindung mit einer (Teil-)Wasserrückführung in das Wassereinzugsgebiet des Straussees zu prüfen.

In dem vorliegenden (und weiter unten beigefügten) Abschlussbericht der Phase 1 wird deutlich, dass bspw. eine Wasserrückführung in den Monaten von November bis April möglich wäre, ohne dass die zuständige Stelle für die Gewässerbewirtschaftung (Landesamt für Schiffartsamt) Probleme für die Wasserführung an der Woltersdorfer Schleuse befürchtet.

Ferner wurden drei potenzielle Leitungswege für den Wassertransport detailliert auf Widerstände und Realisierungspotenzial geprüft (d. h. Festlegung welcher Leitungsweg ökologisch und ökonomisch die beste Wahl darstellen würde).

Ausschlaggebend für eine Nutzung des Sümpfungswassers ist jedoch auch dessen chemische Zusammensetzung. Aus diesem Grund wird ebenfalls geprüft, ob ggf. ein Entnahmepunkt existiert der eine ähnlich gute chemische Zusammensetzung wie der Straussee besitzt oder ob ggf. entsprechende Filtrierungstechniken eingesetzt werden müssen. Auch ein möglicher Einleitungspunkt für das übergeleitete wird in der Phase 2 intensiv geprüft.

Die Bürgerinitiative ist über die Taskforce nah an der weiteren Umsetzung der Studie beteiligt und wird über die weiteren Entwicklungen regelmäßig berichten.

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Daten zur Machbarkeitsstudie:

Laufzeit Phase 1:
Oktober 2022 bis Oktober 2023

Laufzeit Phase 2:
März 2024 bis März 2025

Umfang:
1. Phase – Vorprüfung von Ausschlusskriterien für eine Wasserrückführung (ist erfolgreich abgeschlossen worden)
2. Phase – Detailplanung im Bereich der Hydrologie, Ökologie und Wasserchemie

Ziele Phase 2:
– Untersuchung der Auswirkungen der geplanten Maßnahme auf den Wasserhaushalt des Straussees und umliegender Gewässer durch hydrologische Erkundung und Messungen
– Untersuchung chemischer und ökologischer Auswirkungen auf den See
– Modelberechnungen für zwei Klimaszenarien und die potenziell notwendige Überleitmenge von Wasser
– Maßnahmen zur Erhöhung des Wasserrückhaltes im Einzugsbereich des Straussees
– keine Zustandsverschlechterung nach der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL)

Finanzierung:
150.000 EUR für Phase 1
350.000 EUR für Phase 2

Die Finanzierung erfolgt durch das Land Brandenburg (Förderbescheid liegt vor)
Der Bau und die Unterhaltung/Betreibung von Leitungen ist noch nicht in den Kosten enthalten

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