Mitgliederversammlung 2023

Der Vereinsvorstand informiert die Mitglieder über die Tätigkeiten und Projektumsetzungen im vergangenen Jahr 2022 sowie im laufenden Jahr 2023.
6 min Lesezeit

Auch in diesem Jahr informierte der Vereinsvorstand über die Tätigkeiten und Projektumsetzungen im vergangenen Jahr 2022 sowie im laufenden Jahr 2023. Trotz Wintereinbruch nahmen 24 Mitglieder vor Ort an der Versammlung teil. Für alle anderen Mitglieder wurde der Bericht des Vorstandes aufgezeichnet und in gekürzter Fassung zeitnah am Ende des Beitrages bereitgestellt.

Kernthemen der Vereinsarbeit

     

      1. Die aktive Begleitung zur Untersuchung der Rückführung von Sümpfungswasser aus dem Tagebaugebiet Rüdersdorf bei Berlin hin zum Straussee wurde fortgeführt. Die dazugehörige Phase I der Machbarkeitsstudie ist nunmehr abgeschlossen und per 24.10.2023 veröffentlicht worden. Das entsprechende Dokument kann hier heruntergeladen werden:

        Machbarkeitsstudie Phase I – Endbericht vom 24.10.2023 (PDF Download)

      1. Phase II der Machbarkeitsstudie wird sich nun vor allem mit der Wasserchemie sowie den Baukosten beschäftigen: Wie ist die Wasserqualität und wie viel Wasser soll direkt in die Nordspitze des Straussee einfließen? Wie viel Wasser soll zur Grundwasserneubildung versickern? Wer zahlt für die Bauleistung der Leitungen?

        Sehr positiv wurde vom Vorsitzenden die mittlerweile vollständige Integration der TaskForce in die Informationsquellen und Entscheidungen zum Seewasser seitens der Stadt Strausberg. In Punkto „Kostenfrage“ wurde zudem mitgeteilt, dass die TaskForce sowie die Stadt Strausberg eine Schadensbilanz aufstellen wollen, wenn dem See nicht geholfen wird, aber die Wasserüberleitung de facto mit Abschluss der Phase II möglich wäre.

      1. Auch die Zusammenarbeit mit WSE konnte im laufenden Kalenderjahr 2023 durch konstruktiven Austausch deutlich verbessert werden. Am Ende kann eine verträgliche Lösung für das Thema Wasser nur Hand in Hand mit der effektiven Trinkwasserbewirtschaftung erfolgreich sein. So soll bspw. vom WSE eine Aufklärungskampagne zum Wassersparen animieren.

    Öffentlichkeitsarbeit

    Entsprechend der Vereinssatzung möchte der Vorstand die breite Bevölkerung im Kreis Märkisch-Oderland über die Wasserthematik informieren und hinsichtlich des Ressourcenschutzes sensibilisieren. Hierfür werden auch in 2024 freiwillige HelferInnen auf Veranstaltungen mit dem bewährten Infostand Rede und Antwort stehen.

    Derzeit gehören 300 Mitglieder unserem Verein an und ermöglichen letztlich durch Mitglieds- und Spendenbeiträge erst die Vereinsarbeit und Projektumsetzung. Allerdings könnten es bei einer Einwohnerzahl von mehr als 27.000 Strausbergern noch weit aus mehr sein! Gerade in der „heißen Phase“ vor den nächsten Kommunalwahlen in 2024 sowie vor den Verhandlungen zur „Kostenfrage“ bzgl. der Finanzierung zur möglichen Wasserrückführung in das Entnahmegebiet verleihen mehr Mitglieder unserem Verein mehr politische Stimmkraft.

    Als bereits zweitgrößter Verein in Strausberg möchten wir unseren Mitgliedern und allen Interessierten zudem in 2024 die Möglichkeit bieten sich selbst einzubringen. Hierfür wurden auf der Versammlung sodann vier Arbeitsgruppen vorgestellt:

       

        1. Wasserturm als Wahrzeichen erhalten und als Sehenswürdigkeit mit Bezug zum Thema Wasser „aktivieren“ (bspw. Ausbau und Neueröffnung als Museum?)

        1. Kreative Umweltbildung in die Schulen bringen und bspw. durch Initiation von „Umwelt-AG’s“, Schüler-Wettbewerben junge Menschen begeistern und sensibilisieren.

        1. Den Straussee schöner machen – Denn durch die „Uferstreifen“ gingen bereits Nistplätze für Vögel und Schwäne verloren. Des Weiteren können hier Ideen u.a. erarbeitet werden, wie weniger Abfälle am und im See landen sowie der Natur ein Stück Lebensraum zurückgegeben werden kann.

        1. Einen Umweltrat gründen der die Expertise von vielfältigen Berufsgruppen in Leitziele für eine optimale lokale Wasserbewirtschaftung überführt und Fakten in Ergänzung zur bestehenden TaskForce zusammenträgt und auswertet.

      Über die sozialen Medien verfolgen bereits über 1.000 Personen unsere Vereinsarbeit (800 via Facebook sowie 215 via Instagram). Mit der Neugestaltung der Webseite im Frühjahr 2023 können wir zudem unsere Beiträge und Veranstaltungen noch besser unter das Volk bringen. Ein Highlight war in 2023 zudem die Teilnahme an einem Theaterstück in der „Anderen Weltbühne“ (siehe YouTube Video). In 2024 soll es daher noch mehr regelmäßige interessante Beiträge geben.

      Des Weiteren wurde Anfang September 2023 erfolgreich die Wanderausstellung mit dem Titel: Das Wasser(problem) unserer Region im Foyer der Stadt Strausberg veröffentlicht. Die Ausstellung wurde vor Ort auf der Versammlung aufgestellt und wird den Januar 2024 in der „Anderen Weltbühne“ zu finden sein. Danach wird sie voraussichtlich den ersten „Schulbesuch“ absolvieren und bei der Bundtstiftschule in Strausberg Nord einkehren. Für alle die sich die Ausstellungsinhalte gerne ansehen möchten, aber ggf. keine Zeit haben diese vor Ort zu besichtigen, können die gesamte Ausstellung wie bereits mehr als 500 weitere Personen Online einsehen unter: www.ausstellung.erhaltet-den-straussee.de

      Diverse Veranstaltungen mit einer geplanten Teilnahme unseres Vereins stehen für 2024 bereits fest auf der Agenda: Frühjahrsputz, Maifest, Drachenbootrennen, Strausseelauf . Insbesondere zum Strausseelauf möchte der Vorstand für das Jahr 2024 eine möglichst große Anzahl an Mitglieder animieren, an diesem Traditionslauf teilzunehmen. Denn in 2023 starteten erstmals zwei Mitglieder mit individuell bedruckten T-Shirts unseres Vereins, welche bei entsprechender Nachfrage auch für weitere Mitglieder produziert werden könnten, damit unsere Vereinsarbeit sichtbar in die Öffentlichkeit getragen wird.

      Die Gemeinnützigkeit unseres Vereins wurde jüngst in diesem Jahr vom Finanzamt bestätigt und vom Oberlandesgericht Brandenburg anerkannt. Somit können weiterhin Gelder aus Straf- und Bußgeldverfahren an den Verein fließen. D. h. wenn eine Person zu einer Geldstrafe verurteilt wird, kann unsere Bürgerinitiative Empfänger dieser Geldleistungen sein.

      Darüber hinaus gab es im laufenden Kalenderjahr weitere finanzielle Neuerungen. Denn bei einer steigenden Mitgliederanzahl erhöht sich stetig auch der jeweilige Verwaltungsaufwand. Infolgedessen wird ein neuer Zahlungsdienstleister „Twingle“ eingesetzt, der seit dem 01.07.2023 alle Spenden sowie Mitgliedbeiträge einzieht und auch bereits für große Umweltverbände wie die Deutsche Umwelthilfe tätigt ist. Entsprechende Spendenquittungen für alle in 2023 an den Verein geleisteten Beträge werden sodann im Januar 2024 per E-Mail übermittelt.

      Letztlich informierte der Vorstand noch über zwei rechtliche Neuerungen: Das Verbandsklagerecht sowie eine geplante Satzungsänderung.

      Das Verbandsklagerecht ermöglicht anerkannten Vereinen eine Beteiligung im Rahmen von Genehmigungsverfahren (bspw. Fördermengenanhebungen bei der Wasserentnahme) sowie letztlich den Rechtsweg (Klage) gegen unzulässige Verwaltungsentscheidungen. Ein entsprechender Antrag wurde Anfang November 2023 gestellt. Im Land Brandenburg existieren derzeit lediglich 12 klagebefugte Vereine. Unsere Bürgerinitiative erfüllt jedoch alle Grundvoraussetzungen, weshalb spätestens in 2024 mit einer positiven Bescheidung gerechnet wird.

      Mit einer Satzungsänderung soll der Vorstand um ein weiteres Mitglied erweitert werden, damit die weiteren Aktivitäten noch besser geplant und umgesetzt werden können. Zur Wahl vorgeschlagen wurde Cornelia Meißner, Studentin im Studienfach Politik & Recht und aktive ehrenamtliche Unterstützerin seit 2021. Die Annahme der Satzungsänderung sowie die Wahl verlief einstimmig. Der Vorstand begrüßt Conny Meißner im Vorstand und wünscht allen Mitgliedern eine friedvolle Adventszeit.

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